Stahl ist der am häufigsten recycelte Werkstoff der Welt und kann unzählige Male wiederverwendet werden, ohne dabei an Eigenschaften einzubüßen.

Mit unserem Produktionszyklus sind wir ein wichtiges Beispiel für die Kreislaufwirtschaft. In der Tat produzieren wir Stahl aus Schrott, vermeiden dadurch dessen Freisetzung in die Umwelt und reduzieren den Verbrauch natürlicher Rohstoffe (z. B. Eisenerz).

Feralpi-Stahl besteht zu 93,4 % aus Recyclingmaterial.

Der Großteil der Abfälle und Produktionsrückstände wird einer Verwertung zugeführt und/oder als Nebenprodukt eingestuft, so dass nur ein kleiner Teil auf einer Deponie abgelagert wird.

Riciclo de

Wir beschränken uns nicht auf die bloße Minimierung der erzeugten Abfälle, sondern wenden eine umfassendere Vision an, die sich auf eine geringere Zuführung von Rohstoffen und Abfällen, auf eine reduzierte Anlieferung auf der Mülldeponie und auf den Ersatz von Rohstoffen erstreckt.

Der erste Schritt zu einem vorbildlichen Modell ist die Reduzierung der Abfallproduktion. Aus diesem Grund organisieren und steuern wir die Prozesse und Anlagen so, dass die Mengen minimiert und die Auswirkungen überwacht werden.

 

EPD

"Life Cycle Assessment" bei Feralpi Siderurgica

Wir haben im Laufe der Jahre beschlossen, die Umweltleistung unserer Produkte zu quantifizieren. Dazu haben wir bei Feralpi Siderurgica die Methodik der Ökobilanz für Warmwalzprodukte, Folgeprodukte und letztlich auch für Greenstone angewendet. Auf der Grundlage dieser Studien können wir heute drei EPD -Erklärungen präsentieren.

Dazu haben wir alle Vorgänge berücksichtigt, die innerhalb des „Produktionssystems“ notwendig sind, um die Produktion und den Vertrieb zu gewährleisten, von der Rohstoffgewinnung und/oder der Rückgewinnung von Sekundärrohstoffen, über deren Umwandlung, Transport, Produktionstätigkeiten im Stahlwerk und den Versand bis hin zur Lieferung einer einbaufertigen Funktionseinheit aus warm- und kaltgewalztem Stahl.

Wir haben daher das Verfahren betrachtet, mit dem warmgewalzter Betonstahl aus Eisenschrott gewonnen werden kann. Nach dem Warmwalzprozess wird der Kaltwalzprozess analysiert, mit dem Feralpi Bewehrungsmatten und Stahl in Ringen herstellt.

Auf dem Weg zu Null Abfall haben wir das Projekt SteelZeroWaste ins Leben gerufen, mit dem wir den Grundstein für die Abschaffung von Produktionsabfällen und die Implementierung innovativer Lösungen zur Eindämmung der Umweltbelastungen legen wollen.

Wir zielen auf die vollständige Reduzierung von Abfällen durch den Abbau der CO2-Emissionen (durch Sicherung und Wiederverwendung), die Beseitigung der festen Abfälle des Produktionszyklus (und Wiederverwendung als Nebenprodukte für den internen Kreislauf und für externe Anwendungen). Wir fördern den Einsatz von Folgeprodukten aus Kunststoff, damit diese Werkstoffe wiederverwendet werden und die Reduzierung von Kunststoffen in der Umwelt gefördert wird.

  • Schwarze krätze

    Bei Feralpi wird schwarze Krätze (sie entsteht beim Schmelzverfahren) verwertet. Ihre Verarbeitung wird externen Partnern anvertraut und sie wird als Nebenprodukt im Bausektor wiederverwendet, als Ersatz für Materialien natürlichen Ursprungs, so dass sich daraus eine Einsparung an nicht erneuerbaren Energiequellen ergibt. Im Werk Lonato del Garda wird die Aufbereitung der Krätze einem Fachbetrieb anvertraut, mit dem wir in Partnerschaft ein Aufbereitungsverfahren entwickelt haben, durch das sie in das Nebenprodukt „Greenstone“ verwandelt wird.

    Alle Nebenprodukte der Marke Feralpi Siderurgica (Handelsbezeichnung Greenstone) sind im Rahmen der DIN EN-Spezifikationen mit CE 2+ gekennzeichnet. 2019 erfolgte die Umweltproduktdeklaration/EPD®

  • Wärme

    In den letzten Jahren ist es dem Werk Feralpi Siderurgica und dem Werk in Riesa gelungen, die Wärme aus dem Kühlwasser der Stahlwerke zurückzugewinnen und so die Ableitung in die Atmosphäre zu vermeiden. Das System zur Wärmerückgewinnung aus Rauchgasen des Stahlwerks ESF Elbe-Stahlwerke Feralpi erzeugt Dampf, der zum Teil von den Stadtwerken Riesa (SWR) direkt zur Goodyear Dunlop Tires geleitet und zum Teil durch eine ORC-Turbine (Organic Rankine Cycle) zur Stromerzeugung genutzt wird. Feralpi Siderurgica hat seinerseits im Rahmen der Wärmerückgewinnung eine Anlage gebaut, die direkt mit dem Rauchgaskühlsystem des Schmelzofens verbunden ist und dadurch den hydraulischen Verteilerkreislauf beheizt, der etwa einen Kilometer lang ist und bei einer Betriebstemperatur von 90 °C 4 MWt liefert. Seit 2019 können dank der Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung mit der Wärme des Stahlwerks auch die öffentlichen Gebäude und einige private Gebäude des Gemeindegebietes beheizt werden. Neben Feralpi Siderurgica beteiligen sich an diesem Projekt, das ganz im Zeichen einer vorbildlichen und effizienten Zusammenarbeit zwischen privatem und öffentlichem Bereich steht, auch ENGIE und die Gemeinde Lonato del Garda sowie das Ingenieurbüro Energard.

  • Feuerfestmaterial

    Das beim Pfannenabbruch anfallende Feuerfestmaterial wird als teilweiser Rohstoffersatz wieder dem Produktionskreislauf zugeführt*. Seine Wiederverwendung im Ofen hat keine negativen Auswirkungen auf die Umwelt oder die Gesundheit des Menschen.

  • Staub Und Rauchgase

    Der aus der Rauchgasreinigung des Schmelzprozesses entstehende Staub wird dank seines Zinkgehalts zu einem großen Teil in externen Anlagen verwertet und ersetzt den Zinkgehalt aus Naturerz. Der Staub aus der Rauchgasreinigung des Eisenlegierungswerks wird stattdessen direkt dem Produktionskreislauf zurückgeführt und genau wie das Material eingesetzt, aus dem es stammt.

  • Nichteisenmetalle

    Die aus der Schrottsortierung stammende Restfraktion wird an externe Anlagen zur Rückgewinnung von Nichteisenmetallen (wie Aluminium, Messing und Kupfer) durch mechanische Sortierung geleitet.

  • Walzzunder

    Walzzunder wird zur externen Verwendung wiederverwertet. Sein Nebenprodukt Green Iron wird an Werke verkauft, die sich mit der Herstellung von Gegengewichten und Zement beschäftigen.

Un passo in più verso la decarbonizzazione.

Il progetto “Polimeri d’Acciaio“, è un’iniziativa che, in collaborazione con i partner i.BLU ed Euromec, ha permesso di sperimentare l’utilizzo di polimeri al posto di carbone e antracite nel processo di fusione.

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In dieser Kreislaufwirtschaft ist die Zusammenarbeit mit den Akteuren der Lieferkette aus dem privaten und öffentlichen Bereich, die von außerhalb der Organisation kommen, von strategischer Bedeutung.

Einige Partner, die uns in diesen Jahren bei der Entwicklung von Kreislauflösungen unterstützen, sind Enea, Rina, Universität Brescia, Tenova, Di.ma, I.Blu, Energard, Agroittica, Italghisa, Tecnoproject, Biosyntesy.